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Knallbunt und unsichtbar. Tricksen, tarnen, protzen in der Tierwelt

SA Knallbunt2. Juli bis 1. Dezember 2020

Unsere aktuelle Sonderausstellung „Knallbunt und unsichtbar“ führt Besucherinnen und Besucher in die faszinierende Farbenwelt des Tierreichs. Großformatige Farbfotografien und eine fast vier Meter hohe Wand mit 24 Tierpräparaten machen auf beeindruckende Weise erfahrbar, wie und warum Tiere mit Farben kommunizieren.

Beim Gang durch die Ausstellung wird schnell klar: Bunte Tiere, die wir Menschen oft einfach wegen ihrer Schönheit bewundern, haben ihren Artgenossen eine ganze Menge mitzuteilen. Farben sind Bestandteil eines Kommunikationssystems, das über Millionen von Jahren durch Evolution ist. Tiere können mit Farben für sich werben, sich aber auch tarnen, Artgenossen warnen oder sie austricksen. Diese und weitere Strategien aus der Farbenwelt der Tiere stehen im Fokus der Sonderausstellung, die um 40 Fotografien des leidenschaftlichen Biologen und Naturfotografen Konrad Wothe entstanden ist. Wothes Aufnahmen feiern die Schönheit der Natur und den Einfallsreichtum der Evolution mit mikroskopisch genauem Blick und lassen den Betrachter verblüfft und staunend zurück. Ergänzt werden die Fotografien durch Leihgaben und eigene Exponate des Jura Museums. Für einen großen Überraschungseffekt sorgen dabei Fossilien, die man in der Ausstellung eigentlich nicht erwarten würde. Manche von ihnen schillern bunt. Ihre Farben entstehen nicht durch Farbpigmente, die normalerweise im Zuge der Verwesung und der anschließenden Mineralisation zerstört werden, sondern durch Strukturen, die die Fossilisation überstehen können.

Rückschau

bis 8. Dezember 2018

airlines

Lothar Schiffler, AIRLINES XVII-1 - Schwarzmilane - Raderach - Bodensee

Überall begegnen uns Spuren: Fußspuren im Sand, Tierspuren im Schnee. Doch nicht alle Spuren sind sichtbar: Hunde folgen Duftspuren, wir hinterlassen Datenspuren im Internet. Andere Spuren entstehen nur in unserer Wahrnehmung und Erinnerung: der Klang einer Melodie oder eben die Kreise, die ein Bussard am Himmel zieht. Die Ausstellung versammelt Vögel und ihre Spuren – zu Land und in der Luft; gibt Informationen über Vogelzug und dessen Erforschung.

Mit Hilfe komplexer foto- und videotechnischer Verfahren zeichnet der Münchner Fotokünstler Lothar Schiffler die Flugbahnen von Vögeln auf und erzeugt Bilder, die wir trotz ihrer Alltäglichkeit so noch nie gesehen haben. Spiralen am Himmel, sich vielfach überkreuzende oder fast perfekt parallele Flugbahnen entführen uns in den dreidimensionalen Lebensraum der Vögel über unseren Köpfen.

Die Rekonstruktion dieser unsichtbaren Bewegungsspuren, insbesondere von Vögeln, hat handfeste wissenschaftliche Aspekte. Sie lehrt uns eine Menge über Flug- und Sozialverhalten von Vögeln.

 

11. Oktober 2017 bis 18. Februar 2018

Vor über 100 Jahren sind Wölfe in Deutschland ausgerottet worden. Auch in anderen Ländern Europas wurde ihnen nachgestellt. So erhielten sich in der Europäischen Union nur wenige kleine Restvorkommen, die genetisch zu verarmen drohten. Seit der europaweiten Unterschutzstellung der Wölfe erholen sich die Bestände langsam und die Tiere kehren in ihre alten Verbreitungsgebiete zurück. 2000 wurden die ersten freien Wolfswelpen in Deutschland geboren. Seitdem steigt die Zahl der heimischen Wölfe wieder.

Auch in Bayern sind in den letzten Jahren immer wieder Wölfe gesehen worden. Meist waren es Jungtiere, die auf der Suche nach neuen Einständen weite Wegstrecken zurücklegen können. Der ein oder andere Wolf blieb auch mal für längere Zeit in einem Gebiet. Seit diesem Winter sind zwei Pärchen bekannt, die in der Oberpfalz bzw. dem Bayerischen Wald eine dauerhafte Bleibe gefunden haben. Und am 28. Juli 2017 fotografierte eine Fotofalle die ersten in freier Natur geborenen Welpen in Bayern.

In der Bevölkerung stoßen die Wölfe auf ein geteiltes Echo. Für manche gilt der Wolf als positives Symbol für eine ungezähmte Natürlichkeit und Freiheit. Andere hingegen sehen in den großen Beutegreifern eine Gefahr für Wild- und Haustiere oder sogar für den Menschen. Diskussionen um Wölfe werden oft weniger faktenbasiert als emotional geführt. Eine fachliche Aufklärung und Versachlichung der Debatte ist dringend notwendig, um Probleme nachhaltig lösen und Chancen nutzen zu können.

Die Ausstellung Wölfe des Senckenberg Naturkundemuseum Görlitz zeigt anhand der Wölfe der sächsischen Lausitz die Biologie und Ökologie dieser Tiere. Anhand von Präparaten, Modellen und akustischen Stationen vermittelt sie die Fakten den Besuchern/innen auf spannende und ansprechende Weise. Das Jura-Museum Eichstätt ergänzt die Sonderausstellung Wölfe mit Informationen und Exponaten zur Geschichte und der aktuellen Situation der Wölfe in Bayern. 

Plakat wölfe Homepage

Wolf Homepage

30. März bis 17. September 2017

Bild 4

Im Süden der Schwäbischen Alb liegt eine besondere Fundstelle für Fossilien der oberjurassischen Plattenkalke. In zwei Steinbrüchen nahe der Gemeinde Nusplingen graben seit 25 Jahren Forscher des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart nach den versteinerten Überresten von Pflanzen und Tieren. Dieser besonderen Fundstelle, den Funden und ihrer Erforschung widmet das Jura-Museum Eichstätt eine eigene Sonderausstellung.

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Etwa 500.000 Jahre älter als die berühmten Schichten von Eichstätt sind die Gesteine Nusplingens. Aber es scheinen sehr ähnliche Ablagerungsbedingungen wie bei uns geherrscht zu haben. Von Schwammriffen umschlossen bildeten sich in den tieferen Wasserschichten sauerstoffarme Bereiche. Leben war hier kaum möglich, doch tote Tiere und Pflanzenreste, die von den umliegenden Lebensräumen hierher geschwemmt wurden, konnten in hervorragender Weise versteinern. So sind sie ähnlich gut erhalten wie die Fossilien der Solnhoffener Plattenkalke. Doch es gibt bedeutende Unterschiede. Die Tierwelt ähnelt den jüngeren Eichstätter Fossilien zwar, aber es sind andere Arten und ihre Zusammensetzung ist unterschiedlich. Diese Unterschiede geben uns Informationen über die Biodiversität, Ökologie und Evolution einer längst vergangenen Zeit.

Bild 6

Bis zum 17. September 2017 werden die Schätze des Stuttgarter Naturkundemuseums auf der Willibaldsburg zu sehen sein. Darunter befinden sich auch mehrere Fische von noch unbekannter Art. Spezialisten des Jura-Museums werden diese Fische während der Laufzeit der Ausstellung erstmalig wissenschaftlich beschreiben und ihre Ergebnisse im Anschluss veröffentlichen. Dazu gehört es auch, sich einen neuen Namen einfallen zu lassen. Und so trägt auch das Jura-Museum Eichstätt zur Erforschung der Nusplinger Plattenkalke bei.